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Aktivitäten

Noch bevor wir eine Entscheidung getroffen hatten einen Verein zu gründen, sind wir als eine bürgerliche Initiative aktiv geworden. In der Zeit haben wir einzelne Aktionen durchgeführt, die uns in der Praxis gezeigt haben, wie viele Menschen eigentlich auf fremde Hilfe angewiesen sind. Unsere Gruppe hat sich im Jahr 2008 entschieden auf der volontären Basis und finanziert von den freiwilligen Spenden der Mitglieder und deren Bekannten, einzelnen Menschen oder Familien zu Helfen. Uns war bewusst, dass diese Aktionen ein Tropfen auf dem heißen Stein sein werden, aber wir waren fest entschlossen damit anzufangen, um mit der Zeit unsere Aktivitäten zu erweitern.

Gleich zu Beginn haben wir uns ganz spontan und nach einer Information unserer Aktivisten aus der Region entschieden einer Roma Familie in Südserbien für ihren Sohn Schulbücher, Winterkleidung sowie eine Reise ins Schullandheim zu finanzieren. Dazu kamen weitere Aktionen, wie Sammlung von Sachspenden (Altkleidung und Schuhe) – dies haben wir an verschiedene Einrichtungen der Behindertenpflege in verschieden ex-jugoslawischen Regionen weitergegeben.

     
Durch einen Zeitungsartikel sind wir auf eine alte Dame aufmerksam geworden, die in einer kleinen Ortschaft in Westbosnien lebt. Sie ist eine der abertausenden, die aus ihren Häusern und ihrer vertrauten Umgebung vertrieben wurden und sich als Kriegsflüchtling ein neues Leben aufbauen musste. Wie schwer das ist, besonders in ihrem Alter (76 Jahre) kann sich nicht jeder vorstellen. Ihr haben wir spontan, während einer Bosnienreise in einem Kurzbesuch (zwei Tage) Nahrungsmittel und Holz (für Heizung) für den Winter besorgt.
 
 
 
Der Krieg im ehemaligen Jugoslawien hat vielfältige und vielschichtige Schäden hinterlassen – menschliche und materielle. Materielle Schäden können beseitigt werden, aber Menschen leiden immer unter den Folgen des Krieges – sowohl diejenigen, die unmittelbar in den kriegerischen Auseinandersetzungen beteiligt waren als auch diejenigen, die damit nichts zu tun gehabt haben. Eine Besonderheit ist bestimmt die junge Generation, die sich in der kritischen Zeit und auch danach nicht als Teil der neuen Gesellschaft fühlte. Anstatt mit ihren Altersgenossen zu spielen, waren die damals 10 bis 15-jährige Kinder der traurigen Gegenwart ausgesetzt und mit Waffen, Soldaten, Dieben, Lebensgefahr, Mangel an Lebensmitteln... umgeben. Sie wuchsen damit auf.

Nach dem Krieg war eine nicht zu unterschätzende Anzahl von ihnen auf sich allein gestellt. Ihre Eltern kämpften ums nackte Überleben und sie selbst haben sich als unnötiger Last gesehen. Sie besuchten kaum Schulen, haben die meiste Zeit auf der Straße verbracht, kamen in Berührung mit Drogen, haben sich in dieser Scheinwelt sicher gefühlt.

In der Nähe von Sarajewo (bosnische Hauptstadt) ist vor einigen Jahren eine kleine Siedlung entstanden, die drogenabhängige Jugendliche bewohnen. Sie werden dort von, für den Bereich ausgebildeten Personen (Betreuer) begleitet und unterstützt, die nicht nur gut geplante Arbeitstherapien überwachen, sondern an allen Aktivitäten selbst auch teilnehmen und mit eigenem Beispiel vorangehen. Die heute 25 bis 35-jährige Männer sind ein Teil der Gesellschaft geworden, sie werden gefordert, haben aber gleichzeitig das Gefühl auch gebraucht zu werden.

 
Unser Verein hat sich im Sommer 2009 dort vorgestellt und seine Hilfe angeboten. Dies wurde dann mit einer Partnerschaft gekrönt. In dem Kamp („Kampus“ genannt) werden verschiedene Therapien angeboten: Malerwerkstatt, Arbeit im Hof, Sportaktivitäten, es ist sogar eine „Bienenkolonie“ aufgebaut. Die Klienten können Schulen besuchen in Begleitung von Angehörigen des Kamps. Es herrscht eine Religionsfreiheit, sodass die Klienten nach ihrem Wunsch die Gottesdienste besuchen können.
Am 28. Mai 2010 haben wir vom Verein noch einen Besuch im „Kampus“ gehabt, diesmal mit Geschenken. Zur Freude der Klienten haben wir ihnen komplette Sportanzüge (Fußballtrikots, Hose und Stützen) eingereicht, die wir von dem TSV Schönaich mit Dank erhalten haben.
     
             
 
Unser Verein versucht materielle Hilfe gezielt da einzusetzen, wo es am nötigsten ist. Natürlich, können wir nicht überall sein und natürlich können wir nicht alle Hilfebedürftige versorgen. Doch da, wo wir zum Einsatz kommen ist die Freude umso größer.

Im Dezember 2010 haben wir einige Hilfsmittel nach Istrien (Kroatien) transportieren können, um sie dort an Bedürftige weiter zu geben. Es handelte sich dabei um verschiedene Pflegehilfsmittel, wie Rollstühle, Rollatoren, Pflegebetten oder auch Altkleidung usw.

Hier sehen wir 78-jährige Frau Andjelkovic Zora aus Pula (Istrien), die einen ganz normalen Rollator bekommen hat, mit dem sie aber um einiges einfacher und sicherer die Hürden des alltäglichen Lebens, wie Arztbesuche, Einkaufen oder Spazierengehen bewältigen kann. Mitglied des Vereins, Zlatko Stojkovic (Walheim) führte die Übergabe durch.